Archiv für die Kategorie ‘kritiken’

dvd: 300

März 16, 2008

schlechter film. kurzes statement. als ich mir diesen film gemeinsam mit The Big Lebowski in der mediathek ausgeliehen habe, machte der angestellte eine bemerkung, dass ich einen sehr unterschiedlichen geschmack hätte. naja, da hatte ich mir noch nicht so viel gedacht. ich muss gestehen, ich dachte 300 sei so was wie Sin City, den ich ja sehr schätze. das einzige, was er mit Sin City gemein hat, ist dass dieser ebenfalls auf einer comicvorlage von Frank Miller basiert. nur dieser film komprimiert praktisch alles, was ich am film nicht sehr schätze: viel digitales, gemetzel, idealisierte und muskulöse männerkörper, faschistoides gedankengut und falscher heldenmut. that’s it.

cd: The Band: The Last Waltz

März 16, 2008

ursprünglich hatte ich vor, bei libro dvd rohlinge zu besorgen. ich weiß, über onlineanbieter sind sie billiger, aber die paar euro extra waren mir egal, weil ich schnell welche benötigte. doch das cd-regal blieb nicht verschont und ich warf einen blick auf die sonderangebote. The Last Waltz war mir schon immer und immer wieder aufgefallen. allein das spärliche cover erregte meine aufmerksamkeit. und natürlich namen wir Neil Young oder Bob Dylan, die in gastperformances darauf zu finden sind. The Last Waltz ist eigentlich ein konzertfilm von Martin Scorsese aus den 70ern, der heute noch als ein sehr guter gehandelt wird. der film dokumentiert das abschiedskonzert von The Band, einer rockband aus den 60ern und 70, die unter anderem mit Bob Dylan gespielt haben und sich dann zu einer angeblich sehr erfolgreichen und eigenständigen truppe gemausert haben. ansonsten ist die gruppe für mich eigentlich weniger interessant, weil ihre musik so klingt, wie ich mir die mainstreamrockgruppen aus den 70ern immer vorgestellt habe. aber die zahlreichen gastmusiker, wie die beiden schon erwähnten und leute wie Van Morrisson, Eric Clapton oder Muddy Waters machen diese doppel-cd zu etwas sehr gutem. wobei ich schon zugeben muss, dass die musik teilweise etwas abgestanden klingt. aber teilweise sind da einfach auch klassiker oben. ein paar

songs finde ich aber besonders gelungen. hier sind sie:

Helpless von und mit Neil Young: eine sehr nette version des songs. es wird berichtet, dass mister Young bei diesem song koks in der nase gehabt hat, was auch bei den filmaufnahmen zu sehen war. der film musste deshalb extra umgeschnitten werden.
The Night They Drove Old Dixie Down: finde ich deshalb interessant, weil ich zuerst die deutsche version gekannt habe: Der Tag an dem Johnny Kramer starb. keine ahnung mehr, von wem. ist auf meiner ersten cd überhaupt oben. und die englische version ist natürlich um häuser besser.
Mannish Boy mit Muddy Waters: ich kenne diesem mann nicht wirklich, hab aber schon viel von ihm gehört. angeblich auch ein großer. eine blueslegende. vorfahre der Rollings Stones. wirklich gelungen. vielleicht stehe ich ja doch auf blues.
Forever Young von und mit Bob Dylan: schon wieder ein song, von dem ich zuerst die deutsche version kannte: Für immer jung von André Heller und Wolfgang Ambros. in dieser version von Dylan klingts nicht ganz so hymnisch und gefällt mir vielleicht gerade deshalb besser.

ansonsten kann man vielleicht noch Joni Mitchell hervorheben, die bei vielen songs auch im background zu hören ist.